Madrid: Immobilien in Spaniens Hauptstadt

Panoramablick auf die Skyline von Madrid mit Gran Vía und historischen Dächern bei Sonnenuntergang

Warum Madrid? Spaniens Hauptstadt als Immobilienstandort

Madrid ist nicht nur die politische Hauptstadt Spaniens, sondern auch der wirtschaftliche Motor, das kulturelle Herz des Landes und ein zunehmend attraktives Ziel für internationale Immobilienkäufer. Mit einer Metropolregion von über 6,7 Millionen Einwohnern, einer boomenden Tech- und Wirtschaftsszene sowie einigen der lebendigsten Viertel Europas verbindet Madrid Lebensqualität und Investitionspotenzial wie kaum eine andere europäische Hauptstadt.

Anders als an den Küsten wird die Madrider Immobiliennachfrage von ganzjährigen Bewohnern, Berufstätigen, Studierenden und einem florierenden Mietmarkt getragen. Für Investoren bedeutet das eine stabilere Auslastung und ein geringeres Saisonalitätsrisiko. Für Lifestyle-Käufer heißt es: Spitzengastronomie, Weltklasse-Museen, ein vielfältiges Nachtleben und hervorragende Anbindung an den Rest Europas durch das Hochgeschwindigkeitsnetz und einen internationalen Flughafen.

Stadtteil-Guide: Wo in Madrid kaufen?

Madrids Immobilienmarkt wird durch seine „barrios“ (Stadtviertel) geprägt – jedes mit einem eigenen Charakter, einem eigenen Preisniveau und einem eigenen Investitionsprofil. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Lagen für ausländische Käufer und Investoren vor.

Salamanca: Madrids führendes Luxusviertel

Salamanca ist die prestigeträchtigste Wohnadresse Madrids. Im 19. Jahrhundert auf einem eleganten Rasterplan angelegt, beherbergt das Viertel die Flagship-Boutiquen entlang der Calle Serrano und der Calle Ortega y Gasset, Sternerestaurants und einige der schönsten Wohnarchitekturen Spaniens. Die Immobilien reichen von herrschaftlichen Altbauwohnungen mit hohen Decken und reich verzierten Fassaden bis zu modernen Penthäusern in vollständig sanierten Gebäuden.

Preisspanne: 5.000–8.000 €/m², wobei Top-Adressen entlang der „Milla de Oro“ (Goldene Meile) gelegentlich über 10.000 €/m² erreichen.

Für wen geeignet: vermögende Käufer auf der Suche nach Blue-Chip-Immobilien, internationale Führungskräfte und alle, die fußläufigen Luxus und die Nähe zu internationalen Schulen schätzen.

Chamberí: gehobenes Wohnen mit Familienflair

Direkt nördlich des Stadtzentrums gelegen, ist Chamberí bei gut situierten spanischen Familien und einer wachsenden Zahl internationaler Berufstätiger besonders beliebt. Das Viertel bewahrt eine authentische, fast dörfliche Atmosphäre mit traditionellen Markthallen wie dem Mercado de Vallehermoso, baumgesäumten Plätzen und ausgezeichneten Restaurants. Die Architektur stammt überwiegend aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit großzügigen Wohnungen und gepflegten Häusern.

Preisspanne: 4.000–6.000 €/m².

Für wen geeignet: Familien, die erstklassige öffentliche und private Schulen suchen, Berufstätige, die eine ruhige und dennoch zentrale Lage bevorzugen, sowie Investoren mit Fokus auf hochwertige Langzeitvermietung.

Lavapiés: multikulturell und im Wandel

Lavapiés südlich der Puerta del Sol ist eines der kulturell vielfältigsten Viertel Madrids. In den letzten zehn Jahren hat es eine spürbare Gentrifizierung erlebt und zieht Künstler, junge Berufstätige sowie eine Welle neuer Restaurants, Galerien und Coworking-Spaces an. Trotz steigender Preise bleibt Lavapiés eines der erschwinglicheren zentralen Viertel und damit interessant für Investoren mit Blick auf Wertsteigerung.

Preisspanne: 3.000–4.500 €/m².

Für wen geeignet: renditeorientierte Investoren, die auf weitere Aufwertung setzen, Buy-to-let-Käufer mit Fokus auf junge Berufstätige als Mieter sowie Lifestyle-Käufer, die kulturelle Vielfalt schätzen.

Malasaña: trendig, kreativ und gefragt

Malasaña ist Madrids Hipster-Epizentrum. Rund um die Plaza del Dos de Mayo reihen sich Independent-Boutiquen, Plattenläden, Craft-Cocktail-Bars und einige der besten Brunch-Adressen der Stadt. Die Nachfrage nach Wohnungen ist hier bei jüngeren spanischen und internationalen Käufern hoch, und gut sanierte Wohnungen erzielen deutliche Aufschläge.

Preisspanne: 3.500–5.000 €/m².

Für wen geeignet: junge Berufstätige, digitale Nomaden auf der Suche nach einer dauerhaften Basis, Investoren im Kurzzeitvermietungssegment (vorbehaltlich der Lizenzregelungen) und alle, die Nachtleben und kreative Energie zu schätzen wissen.

La Latina: historischer Charme und Tapas-Szene

La Latina ist eines der ältesten Viertel Madrids, bekannt für seine verwinkelten mittelalterlichen Gassen, den ikonischen Sonntagsflohmarkt El Rastro und die Calle de la Cava Baja – wohl die berühmteste Tapas-Straße Spaniens. Das Viertel hat eine warme, gesellige Atmosphäre und zieht spanische wie internationale Käufer an, die seinen Charakter schätzen.

Preisspanne: 3.500–5.500 €/m², abhängig von Straße und Objektzustand.

Für wen geeignet: Lifestyle-Käufer mit Begeisterung für Geschichte und Gastronomie, Pied-à-terre-Käufer und Investoren im Bereich Boutique-Ferienvermietung.

Retiro: der Parkaufschlag

In der Nähe des Parque del Retiro zu wohnen – Madrids Pendant zum Central Park oder Hyde Park – hat seinen Preis, und das aus gutem Grund. Das Retiro-Viertel besticht durch baumgesäumte Alleen, die Nähe zu den Museen Prado und Reina Sofía und eine Ruhe, die in einer großen europäischen Hauptstadt selten ist. Wohnungen mit Parkblick oder in Straßen wie der Calle de Ibiza und der Calle de Narváez sind dauerhaft gefragt.

Preisspanne: 4.000–6.500 €/m², wobei parkseitige Einheiten am oberen Ende liegen.

Für wen geeignet: Familien, Ruheständler und Berufstätige, die grünes Umfeld und eine ruhigere Lebensweise priorisieren, ohne auf Zentralität zu verzichten.

Viertel-Vergleich auf einen Blick

Viertel Preisspanne (€/m²) Charakter Mietrendite Geeignet für
Salamanca 5.000–8.000 Luxus, exklusives Shopping 3,0–3,5 % Premium-Investment, Führungskräfte
Chamberí 4.000–6.000 Wohnlich, familienfreundlich 3,5–4,0 % Familien, Langzeitvermietung
Lavapiés 3.000–4.500 Multikulturell, im Wandel 4,0–5,0 % Value-Investoren, junge Mieter
Malasaña 3.500–5.000 Trendig, Nachtleben, kreativ 3,5–4,5 % Junge Berufstätige, Kurzzeitvermietung
La Latina 3.500–5.500 Historisch, Gastro-Hochburg 3,5–4,0 % Lifestyle-Käufer, Pied-à-terre
Retiro 4.000–6.500 Grün, elegant, Museumsmeile 3,0–3,5 % Familien, Ruheständler, Parkliebhaber

Mietrenditen und Investitionsrenditen

Die Bruttomietrenditen in Madrid liegen typischerweise in einer Spanne von 3–5 % und variieren je nach Viertel und Immobilientyp. Das grundlegende Muster ist klar: bezahlbare, aufstrebende Viertel wie Lavapiés liefern höhere Renditen, während Top-Lagen wie Salamanca und Retiro niedrigere Renditen, dafür aber eine stärkere Wertsteigerung über die Zeit bieten.

  • Lavapiés und Außenbezirke: Bruttorenditen von 4–5 %, getragen von starker Nachfrage durch junge Berufstätige und Studierende bei moderaten Mieten.
  • Malasaña und La Latina: Renditen von 3,5–4,5 %, gestützt durch touristisch geprägte Kurzzeitvermietung (sofern lizenziert) und einen lebhaften Langzeitmietmarkt.
  • Salamanca und Retiro: Renditen von 3–3,5 %, ausgeglichen durch beständige Wertsteigerung und sehr niedrige Leerstandsquoten bei zahlungskräftigen Mietern.
  • Chamberí: Renditen von 3,5–4 %, mit ausgezeichneter Mieterbindung dank des familiären Charakters des Viertels.

Wichtig zu wissen: Die Region Madrid reguliert touristische Kurzzeitvermietungen. Lizenzen sind erforderlich und in einigen zentralen Zonen nur schwer zu bekommen. Investoren, die eine Ferienvermietungsstrategie planen, sollten die Lizenzfähigkeit vor dem Kauf prüfen.

Madrid als Investment: das große Bild

Mehrere strukturelle Faktoren machen Madrid zu einem starken langfristigen Immobilieninvestment:

  • Wirtschaftszentrum: Madrid erwirtschaftet rund 19 % des spanischen BIP. Hier sitzen die Zentralen der meisten großen spanischen Unternehmen, eine wachsende Zahl europäischer Hauptsitze multinationaler Konzerne (insbesondere nach dem Brexit) und ein aufstrebendes Start-up-Ökosystem.
  • Bevölkerungswachstum: Die Stadt zieht weiterhin nationale und internationale Zuwanderung an und stützt damit die Wohnungsnachfrage.
  • Wertsteigerung: In den letzten zehn Jahren sind Madrider Top-Immobilien im Durchschnitt um 4–6 % pro Jahr im Wert gestiegen und haben damit Inflation und die meisten festverzinslichen Anlagen übertroffen.
  • Begrenztes Neubauangebot: Im Zentrum Madrids gibt es kaum freie Flächen für Neubauprojekte, was das Angebot verknappt und die Preise in etablierten Vierteln stützt.
  • Goldenes Visum (mit jüngsten Änderungen): Auch wenn das spanische Goldene Visum für Immobilieninvestoren überarbeitet wurde, bleibt Madrid ein zentrales Ziel für internationale Käufer, die eine europäische Aufenthaltsgenehmigung anstreben.

Madrid vs. Barcelona: ein Preisvergleich

Madrid und Barcelona sind die beiden größten Immobilienmärkte Spaniens, und Käufer wägen häufig zwischen ihnen ab. So sieht der Vergleich aus:

  • Durchschnittspreise: Der stadtweite Durchschnittspreis pro Quadratmeter in Madrid ist mit Barcelona grob vergleichbar, doch Madrid bietet in den meisten gleichwertigen Vierteln mehr Fläche fürs gleiche Budget.
  • Premiumsegment: Salamanca in Madrid und Eixample/Sarrià in Barcelona liegen im Topsegment preislich ähnlich (6.000–8.000 €/m²), wobei Barcelonas Immobilien am Meer einen Küstenaufschlag verlangen können.
  • Mietregulierung: Katalonien hat strengere Mietpreisregulierungen eingeführt als Madrid, was die Renditen in Barcelona belasten kann. Madrids Mietmarkt unterliegt der nationalen Gesetzgebung mit weniger regionalen Einschränkungen.
  • Renditevorteil: Madrid bietet im Allgemeinen etwas höhere Mietrenditen als Barcelona, vor allem im mittleren Marktsegment, da die Einstiegspreise im Verhältnis zu den Mieten niedriger sind.
  • Marktstabilität: Historisch war Madrids Markt weniger volatil als der von Barcelona, der von politischen Faktoren im Zusammenhang mit der Debatte um die katalanische Unabhängigkeit beeinflusst werden kann.

Für Investoren mit Fokus auf Rendite und regulatorische Berechenbarkeit hat Madrid häufig die Nase vorn. Für Lifestyle-Käufer mit Wunsch nach Strand und Mittelmeerklima behält Barcelona seinen offensichtlichen Reiz.

Verkehr und Anbindung

Die Verkehrsinfrastruktur Madrids zählt zu den besten Europas – ein entscheidender Faktor für Bewohner und Immobilienwerte.

Metro de Madrid

Mit über 300 Stationen auf 13 Linien ist die Madrider Metro nach Streckenlänge das drittgrößte Netz Europas. Wohnungen in fünf Gehminuten Entfernung zu einer Metrostation erzielen einen messbaren Aufschlag, üblicherweise 5–10 % gegenüber vergleichbaren Objekten in größerer Entfernung. Das System ist sauber, sicher und effizient und verkehrt täglich von 6:00 Uhr bis 1:30 Uhr.

Cercanías (S-Bahn)

Das Cercanías-Netz verbindet das Madrider Zentrum mit Vorortgemeinden und Trabantenstädten und macht die Außenbezirke für Pendler attraktiv. Wichtige Märkte, die per Cercanías erreichbar sind, sind unter anderem Alcobendas, Las Rozas, Pozuelo de Alarcón und Getafe.

AVE-Hochgeschwindigkeitszug

Madrid ist der Knotenpunkt des spanischen AVE-Hochgeschwindigkeitsnetzes mit Direktverbindungen nach Barcelona (2,5 Stunden), Sevilla (2,5 Stunden), Valencia (1,5 Stunden) und Málaga (2,5 Stunden). Die Bahnhöfe Atocha und Chamartín sind wichtige Verkehrsknoten, und die Nähe zu beiden ist ein Verkaufsargument für Immobilien, die sich an Vielreisende und Geschäftsleute richten.

Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas

Spaniens verkehrsreichster Flughafen wickelt jährlich über 60 Millionen Passagiere ab und bietet Direktflüge zu allen wichtigen Städten weltweit. Er ist per Metro (Linie 8) in etwa 30 Minuten mit dem Stadtzentrum verbunden, was Madrid für internationale Käufer, die ihre Zeit zwischen mehreren Ländern aufteilen, außergewöhnlich gut erreichbar macht.

Internationale Schulen und Bildung

Madrid verfügt über eine breite Auswahl an internationalen Schulen – ein wichtiges Argument für Expatriate-Familien. Bemerkenswerte Einrichtungen sind unter anderem:

  • International School of Madrid (ISM): IB-Lehrplan, in den nördlichen Vororten.
  • King's College Madrid: britischer Lehrplan, mit Campussen in Soto de Viñuelas und La Moraleja.
  • Lycée Français de Madrid: französischer Lehrplan, zentral gelegen in Conde de Orgaz.
  • Deutsche Schule Madrid: deutscher Lehrplan, in Montecarmelo.
  • American School of Madrid: US-Lehrplan, in Pozuelo de Alarcón.

Die meisten internationalen Schulen sind in den nördlichen und westlichen Vororten konzentriert (Pozuelo, La Moraleja, Las Rozas), was sich in den Immobilienpreisen dieser Gebiete widerspiegelt. Familien, die besonders auf die Nähe zur Schule achten, können Chamberí und Salamanca für zentrales Wohnen mit überschaubarem Schulweg in Betracht ziehen – oder gleich die Vororte selbst, wenn es um größere Häuser mit Garten geht.

Gesundheitsversorgung

Das Gesundheitssystem Madrids gehört zu den besten Spaniens. Die Stadt verfügt über exzellente öffentliche Krankenhäuser im Rahmen des nationalen Gesundheitssystems (SNS) sowie ein starkes Netzwerk privater Kliniken. Wichtige Einrichtungen sind:

  • Hospital Universitario La Paz: eines der größten und renommiertesten öffentlichen Krankenhäuser Spaniens.
  • Fundación Jiménez Díaz: hochbewertetes Privatkrankenhaus mit Services für internationale Patienten.
  • Hospital Universitario HM Sanchinarro: moderne private Einrichtung im Norden der Stadt.
  • Clínica Universidad de Navarra (Standort Madrid): landesweit angesehene Privatklinik.

Für ausländische Käufer ist der Zugang zur privaten Gesundheitsversorgung über Anbieter wie Sanitas, Adeslas und Cigna Spain unkompliziert. Viele Privatkliniken bieten ihre Leistungen auf Englisch und in weiteren Sprachen an. Die Nähe zu hochwertiger medizinischer Versorgung ist ein weiterer Faktor, der die Immobilienwerte in den zentralen und nördlichen Madrider Vierteln stützt.

Praktische Hinweise für Käufer

  • Transaktionskosten: Planen Sie zusätzlich zum Kaufpreis rund 10–12 % für Steuern (ITP von 6 % für Bestandsimmobilien in Madrid), Notar (Notar), Grundbuch und Anwaltskosten ein.
  • IBI (Grundsteuer): Die jährliche Grundsteuer in Madrid ist im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten relativ moderat und liegt für eine Standardwohnung typischerweise zwischen 500 und 2.000 € pro Jahr.
  • Hausgeld: Die monatlichen Gemeinschaftskosten in Mehrfamilienhäusern liegen je nach Ausstattung (Concierge, Pool etc.) im Schnitt bei 50–150 €.
  • Finanzierung: Nicht-residente Käufer erhalten bei spanischen Banken in der Regel Hypotheken über 60–70 % des Immobilienwertes; die Zinssätze haben sich nach den EZB-Anpassungen stabilisiert.
  • Rechtsberatung: Beauftragen Sie vor der Vertragsunterzeichnung stets einen unabhängigen, auf spanisches Immobilienrecht spezialisierten Anwalt (abogado). Das ist besonders wichtig zur Prüfung der Rechtslage, etwaiger Lasten und der baurechtlichen Konformität.

Fazit

Madrid bietet einen der ausgewogensten Immobilienmärkte Südeuropas: solide Fundamentaldaten, eine Vielfalt an Vierteln für jedes Budget und jeden Lebensstil, eine robuste Verkehrsinfrastruktur und einen Mietmarkt, der von echter ganzjähriger Nachfrage getragen wird. Ob Familienwohnung in Chamberí, Luxusinvestment in Salamanca oder renditestarkes Buy-to-let in Lavapiés – Madrid belohnt sorgfältige Recherche mit soliden Erträgen und außergewöhnlicher Lebensqualität.

Während Spaniens Hauptstadt weiter internationale Unternehmen und Talente anzieht, verstärkt sich das strukturelle Argument für Madrider Immobilien zusätzlich. Für Käufer, die den Markt mit professioneller Begleitung navigieren, ist Madrid eine der überzeugendsten Immobilien-Gelegenheiten Europas der Gegenwart.

Häufig gestellte Fragen

Stadtteil-Guide: Wo in Madrid kaufen?

Madrids Immobilienmarkt wird durch seine „barrios“ (Stadtviertel) geprägt – jedes mit eigenem Charakter, eigenem Preisniveau und eigenem Investitionsprofil. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Lagen für ausländische Käufer und Investoren vor. Salamanca: Madrids führendes Luxusviertel.

Salamanca ist die prestigeträchtigste Wohnadresse Madrids. Im 19. Jahrhundert auf einem eleganten Rasterplan angelegt, beherbergt das Viertel die Flagship-Boutiquen entlang der Calle Serrano und der Calle Ortega y Gasset, Sternerestaurants und einige der schönsten Wohnarchitekturen Spaniens. Die Immobilien reichen von herrschaftlichen Altbauwohnungen mit hohen Decken und reich verzierten Fassaden bis zu modernen Penthäusern in vollständig sanierten Gebäuden.

Mietrenditen und Investitionsrenditen?

Die Bruttomietrenditen in Madrid liegen typischerweise in einer Spanne von 3–5 % und variieren je nach Viertel und Immobilientyp. Das grundlegende Muster ist klar: bezahlbare, aufstrebende Viertel wie Lavapiés liefern höhere Renditen, während Top-Lagen wie Salamanca und Retiro niedrigere Renditen, dafür aber eine stärkere Wertsteigerung über die Zeit bieten. Lavapiés und Außenbezirke: Bruttorenditen von 4–5 %, getragen von starker Nachfrage durch junge Berufstätige und Studierende bei moderaten Mieten. Malasaña und La Latina: Renditen von 3,5–4,5 %, gestützt durch touristisch geprägte Kurzzeitvermietung (sofern lizenziert) und einen lebhaften Langzeitmietmarkt. Salamanca und Retiro: Renditen von 3–3,5 %, ausgeglichen durch beständige Wertsteigerung und sehr niedrige Leerstandsquoten bei zahlungskräftigen Mietern. Chamberí: Renditen von 3,5–4 %, mit ausgezeichneter Mieterbindung dank des familiären Charakters des Viertels. Wichtig: Die Region Madrid reguliert touristische Kurzzeitvermietungen. Lizenzen sind erforderlich und in einigen zentralen Zonen nur schwer zu bekommen...

Madrid vs. Barcelona: ein Preisvergleich?

Madrid und Barcelona sind die beiden größten Immobilienmärkte Spaniens, und Käufer wägen häufig zwischen ihnen ab. So sieht der Vergleich aus: Durchschnittspreise: Der stadtweite Durchschnittspreis pro Quadratmeter in Madrid ist mit Barcelona grob vergleichbar, doch Madrid bietet in den meisten gleichwertigen Vierteln mehr Fläche fürs gleiche Budget. Premiumsegment: Salamanca in Madrid und Eixample/Sarrià in Barcelona liegen im Topsegment preislich ähnlich (6.000–8.000 €/m²), wobei Barcelonas Immobilien am Meer einen Küstenaufschlag verlangen können. Mietregulierung: Katalonien hat strengere Mietpreisregulierungen eingeführt als Madrid, was die Renditen in Barcelona belasten kann. Madrids Mietmarkt unterliegt der nationalen Gesetzgebung mit weniger regionalen Einschränkungen. Renditevorteil: Madrid bietet im Allgemeinen etwas höhere Mietrenditen als Barcelona, vor allem im mittleren Marktsegment, da die Einstiegspreise im Verhältnis zu den Mieten niedriger sind. Marktstabilität...

Internationale Schulen und Bildung?

Madrid verfügt über eine breite Auswahl an internationalen Schulen – ein wichtiges Argument für Expatriate-Familien. Bemerkenswerte Einrichtungen sind unter anderem: International School of Madrid (ISM): IB-Lehrplan, in den nördlichen Vororten. King's College Madrid: britischer Lehrplan, mit Campussen in Soto de Viñuelas und La Moraleja. Lycée Français de Madrid: französischer Lehrplan, zentral gelegen in Conde de Orgaz. Deutsche Schule Madrid: deutscher Lehrplan, in Montecarmelo. American School of Madrid: US-Lehrplan, in Pozuelo de Alarcón.

Die meisten internationalen Schulen sind in den nördlichen und westlichen Vororten konzentriert (Pozuelo, La Moraleja, Las Rozas), was sich in den Immobilienpreisen dieser Gebiete widerspiegelt. Familien, die besonders auf die Nähe zur Schule achten, können Chamberí und Salamanca für zentrales Wohnen mit überschaubarem Schulweg in Betracht ziehen – oder gleich die Vororte selbst, wenn es um größere Häuser mit Garten geht.

Praktische Hinweise für Käufer?

Transaktionskosten: Planen Sie zusätzlich zum Kaufpreis rund 10–12 % für Steuern (ITP von 6 % für Bestandsimmobilien in Madrid), Notar, Grundbuch und Anwaltskosten ein. IBI (Grundsteuer): Die jährliche Grundsteuer in Madrid ist im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten relativ moderat und liegt für eine Standardwohnung typischerweise zwischen 500 und 2.000 € pro Jahr. Hausgeld: Die monatlichen Gemeinschaftskosten in Mehrfamilienhäusern liegen je nach Ausstattung (Concierge, Pool etc.) im Schnitt bei 50–150 €. Finanzierung: Nicht-residente Käufer erhalten bei spanischen Banken in der Regel Hypotheken über 60–70 % des Immobilienwertes; die Zinssätze haben sich nach den EZB-Anpassungen stabilisiert. Rechtsberatung: Beauftragen Sie vor der Vertragsunterzeichnung stets einen unabhängigen, auf spanisches Immobilienrecht spezialisierten Anwalt (abogado). Das ist besonders wichtig zur Prüfung der Rechtslage, etwaiger Lasten und der baurechtlichen Konformität.

Warum Granfield Estate?

  • Büro an der Küste — wir leben hier

    Unser Büro befindet sich in La Mata, Torrevieja. Wir kennen jedes Viertel, jede Straße und die realen Preise — nicht aus dem Katalog, sondern aus der täglichen Arbeit.

  • Eigener Anwalt — über 10 Jahre Erfahrung

    NIE, Bankkonto, Immobilienprüfung, Vertrag, Notar — juristische Begleitung bei jedem Schritt. Erstberatung kostenlos.

  • 🏠
    Immobilienverwaltung

    Kaufen Sie zur Vermietung? Unsere Verwaltungsgesellschaft kümmert sich um Mietersuche, Wartung und alle Fragen.

  • 🌐
    Wir sprechen Ihre Sprache

    Englisch, Spanisch, Russisch, Deutsch, Finnisch, Schwedisch und mehr. Lizenz RAICV 1663, Mitglied von Asivega.

Immobilien ansehen Kontaktieren Sie uns

Granfield Estate · Av. Bélgica 1, C.C. Parquemar, La Mata, 03188 Torrevieja · +34 865 44 33 33

Granfield Estate ™ (2016 - 2025) - Immobilienagentur in Spanien. Alicante, Torrevieja, Orihuela Costa.
Lizenz Nr. RAICV1663 - Register der Immobilienmakler der Valencianischen Gemeinschaft.
Allgemeine Geschäftsbedingungen |