Kanarische Inseln: Immobilienratgeber für Teneriffa und Gran Canaria
Warum die Kanaren anders sind als das spanische Festland
Die Kanarischen Inseln nehmen eine einzigartige Position in der spanischen Immobilienlandschaft ein. Ungefähr 100 Kilometer vor der Nordwestküste Afrikas gelegen, bietet diese autonome Gemeinschaft aus sieben Hauptinseln den Käufern etwas, das das spanische Festland einfach nicht replizieren kann: ein subtropisches Klima mit ganzjährigen Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad Celsius, ein eigenes Steuerregime, das die Lebenshaltungskosten senkt, und eine multikulturelle Atmosphäre, geprägt von Jahrzehnten nordeuropäischer Migration.
Obwohl die Inseln vollständig zu Spanien und zur Europäischen Union gehören, arbeiten sie unter der Wirtschafts- und Steuerzone der Kanaren (ZEC), die Einwohnern und Unternehmen erhebliche steuerliche Vorteile gewährt. Für Immobilienkäufer ist der unmittelbarste Unterschied die Ersetzung der Festland-Mehrwertsteuer (IVA, 21%) durch die IGIC (Impuesto General Indirecto Canario), die nur 7% beträgt. Dieser einzige Unterschied kann Käufern Tausende von Euro bei Neubaukäufen und Renovierungsdienstleistungen einsparen.
Über die Besteuerung hinaus ist der Lebensstil grundlegend anders. Das Tempo ist gemächlicher, die Kosten für Lebensmittel und Restaurants sind deutlich niedriger als an der spanischen Küste, und die Landschaft variiert von schwarzen Vulkanstränden und Gipfeln bis zu üppigen Lorbeerwäldern und Bananenplantagen. Für deutschsprachige Käufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Kanaren seit Jahrzehnten ein etabliertes Ziel — die deutschsprachige Gemeinschaft ist eine der größten ausländischen Gemeinschaften, insbesondere auf Gran Canaria.
Teneriffa: die größte und vielfältigste Insel
Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und die bei internationalen Immobilienkäufern beliebteste. Ihre Geographie wird vom Teide, Spaniens höchstem Berg mit 3 718 Metern, dominiert, der eine dramatische Trennung zwischen dem grüneren, wolkigeren Norden und dem sonnenverwöhnten Süden schafft. Diese Trennung bedeutet, dass Käufer zwischen zwei recht unterschiedlichen Lebensstilen auf einer einzigen Insel wählen können.
Santa Cruz de Tenerife
Die Hauptstadt der Insel ist eher eine echte Arbeitsstadt als ein Touristenort. Santa Cruz bietet städtische Annehmlichkeiten — Universitäten, Krankenhäuser, Kulturstätten und ein florierendes Geschäftszentrum — zu Preisen weit unter vergleichbaren Festlandsstädten. Zwei- und Dreizimmerwohnungen in zentralen Stadtteilen liegen typischerweise zwischen 130 000 € und 220 000 €, was es zu einer attraktiven Option für Remote-Worker und Rentner macht, die das Stadtleben ohne das Preisschild von Barcelona oder Madrid wünschen. Die kürzlich neu gestaltete Uferpromenade und das beeindruckende Auditorio de Tenerife verleihen echten kulturellen Wert.
Adeje und Costa Adeje
Costa Adeje, an der Südwestküste der Insel, ist die Premium-Resort-Region und der Motor von Teneriffas touristischem Mietmarkt. Hier finden Sie die qualitativ hochwertigsten Bauprojekte, Luxusvillen mit Meerblick und internationale Fünf-Sterne-Hotels. Die Preise spiegeln die Begehrtheit wider: moderne Zweizimmerwohnungen ab 200 000 bis 300 000 €, während Villen mit Pool und Meerblick 400 000 bis 800 000 € oder mehr erzielen können. Die Mietrenditen in den besten Lagen von Costa Adeje erreichen regelmäßig 6 bis 8 Prozent brutto.
Los Cristianos
Angrenzend an Costa Adeje, aber mit einem traditionelleren Gefühl, begann Los Cristianos als Fischerdorf und behält einen begehbaren Stadtzentrumcharme. Ein- und Zweizimmerwohnungen sind ab 120 000 bis 200 000 € verfügbar. Los Cristianos hat eine etablierte britische und skandinavische Gemeinschaft, ein umfangreiches Angebot an Restaurants und Geschäften und einen Fährterminal mit Verbindungen nach La Gomera und anderen Inseln.
Puerto de la Cruz
An der Nordküste bietet Puerto de la Cruz ein ganz anderes Angebot. Die Stadt hat eine lange Geschichte als Resort — sie war das erste Touristenziel der Kanarischen Inseln — und behält eine authentische spanische Atmosphäre mit baumbestandenen Plätzen, traditioneller Architektur und den berühmten Meerwasserpools Lago Martiánez, entworfen vom kanarischen Künstler César Manrique. Die Preise im Norden sind in der Regel 20 bis 30 Prozent niedriger als im Süden, mit Wohnungen ab 100 000 bis 180 000 €.
Gran Canaria: die kontinentale Insel
Gran Canaria wird oft aus gutem Grund als „Miniaturkontinent" bezeichnet. In einem Umkreis von nur 25 Kilometern können Sie sich von den Sanddünen von Maspalomas zu den Kiefernwäldern des Hochlandes bewegen. Es ist die zweitbevölkerungsreichste kanarische Insel und bietet eine ausgewogenere Mischung aus urbaner Raffinesse und Strandlebensstil.
Las Palmas de Gran Canaria
Mit einer Bevölkerung von rund 380 000 ist Las Palmas die größte Stadt der Kanarischen Inseln und gemeinsame Hauptstadt (mit Santa Cruz de Tenerife) der autonomen Gemeinschaft. Die Stadt hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Renaissance erlebt, teils angetrieben durch den Zustrom digitaler Nomaden, die vom Klima, der schnellen Internet-Infrastruktur und der lebendigen Coworking-Szene angezogen werden. Stadtteile wie Triana, Vegueta (die historische Altstadt) und die Strandzone von Las Canteras bieten ein wirklich kosmopolitisches Stadterlebnis.
Die Immobilienpreise in Las Palmas sind nach europäischen Standards wettbewerbsfähig. Eine renovierte Zweizimmerwohnung in den Gebieten Triana oder Las Canteras kostet typischerweise zwischen 150 000 und 250 000 €. Penthouses und größere Immobilien mit Meerblick erreichen 300 000 bis 450 000 €. Die Stadt rangiert konstant unter Europas Top-Destinationen für Remote-Worker.
Maspalomas und Playa del Inglés
Die Südspitze von Gran Canaria ist das touristische Kraftwerk der Insel. Maspalomas ist berühmt für seine weitläufigen Sanddünen — ein geschütztes Naturreservat — und seine gehobenen Resort-Entwicklungen. Playa del Inglés, direkt im Osten, ist lebhafter und kommerzieller, mit einer riesigen Auswahl an Geschäften, Restaurants und Nachtleben.
Immobilien im Maspalomas-Gebiet reichen von älteren Apartmentkomplexen bei rund 130 000 bis 200 000 € bis zu modernen Villen in geschlossenen Wohnanlagen mit Preisen von 350 000 bis 700 000 €. Das Gebiet hat eine große und gut etablierte deutsche und skandinavische Gemeinschaft mit deutschsprachigen Diensten, Schulen und sozialen Clubs verfügbar — insbesondere die Maspalomas Klinik San Roque mit deutschsprachigem Personal ist bekannt. Touristische Mietrenditen in Maspalomas liegen typischerweise im Bereich von 5 bis 7 Prozent.
Vergleich: Teneriffa vs. Gran Canaria
| Faktor | Teneriffa | Gran Canaria |
|---|---|---|
| Bevölkerung | ~930 000 | ~850 000 |
| Hauptstadt | Santa Cruz de Tenerife | Las Palmas de Gran Canaria |
| Durchschn. Wohnungspreis (Resort) | 180 000 – 300 000 € | 150 000 – 250 000 € |
| Durchschn. Villenpreis | 300 000 – 800 000 € | 250 000 – 700 000 € |
| Touristische Mietrendite | 6 – 8 % | 5 – 7 % |
| Internationaler Flughafen | Teneriffa Süd (TFS) und Teneriffa Nord (TFN) | Gran Canaria (LPA) |
| Klima (Südküste) | 22 – 28 °C ganzjährig | 20 – 27 °C ganzjährig |
| Größte Auslandsgemeinden | Briten, Skandinavier, Belgier | Deutsche, Skandinavier, Niederländer |
| Digitale Nomadenszene | Wachsend | Gut etabliert |
| Nachtleben und Kultur | Gut (Südküstenresorts) | Hervorragend (Las Palmas) |
| Natur und Wandern | Außergewöhnlich (Teide, Anaga) | Sehr gut (Roque Nublo, Dünen) |
Immobilienpreise auf einen Blick
Auf beiden Inseln bleibt der kanarische Markt erschwinglicher als die Balearen oder die beliebtesten Festland-Küstenregionen. Als allgemeiner Leitfaden für 2026:
- Wohnungen (1-2 Schlafzimmer): 120 000 – 300 000 € je nach Lage, Zustand und Nähe zur Küste
- Villen und Einfamilienhäuser: 250 000 – 800 000 € für Immobilien mit Gärten, Pools und Aussicht
- Luxussegment: 800 000 €+ für Premium-Villen am Meer und Penthouses in Costa Adeje oder Maspalomas
- Renovierungsprojekte: Traditionelle kanarische Häuser in ländlichen Gebieten ab 80 000 – 150 000 €
Die Preise sind seit 2021 stetig gestiegen, bleiben aber 15 bis 25 Prozent unter äquivalenten Immobilien auf Mallorca oder Ibiza.
Der IGIC-Steuervorteil
Einer der bedeutendsten finanziellen Vorteile des Kaufs auf den Kanaren ist das IGIC-Steuersystem. Während das spanische Festland die Mehrwertsteuer von 21 Prozent auf Neubaukäufe und die meisten Dienstleistungen anwendet, erheben die Kanaren die IGIC mit nur 7 Prozent. Das bedeutet, dass ein Käufer auf den Kanaren bei einer Neubauwohnung im Wert von 250 000 € 17 500 € an indirekter Steuer zahlt, verglichen mit 52 500 € auf dem Festland — eine Ersparnis von 35 000 €.
Der IGIC-Vorteil geht über den Kauf selbst hinaus. Auch Renovierungsarbeiten, juristische Dienstleistungen und viele alltägliche Ausgaben unterliegen dem niedrigeren Satz. Kombiniert mit generell niedrigeren Preisen für Lebensmittel und Restaurants (teilweise aufgrund reduzierter Importzölle im ZEC-Rahmen) sind die Lebenshaltungskosten auf den Kanaren spürbar niedriger.
Andere Kaufkosten bleiben im Großen und Ganzen ähnlich wie auf dem Festland: Notargebühren (600 – 1 200 €), Grundbuchgebühren (400 – 700 €) und die Grunderwerbsteuer auf Bestandsimmobilien (6,5 % auf den Kanaren). Käufer sollten für Bestandsimmobilien etwa 8 bis 10 Prozent des Kaufpreises für die gesamten Erwerbskosten einplanen.
Mietrenditen und der Touristenmarkt
Die Kanarischen Inseln empfingen 2025 über 16 Millionen Touristen, und die ganzjährige Saison des Archipels — im Gegensatz zum stark sommerlastigen Muster des spanischen Festlands — bedeutet, dass Mietobjekte zwölf Monate lang hohe Auslastung erreichen können. Dies ist der wichtigste Faktor für Investoren.
In den leistungsstärksten Touristengebieten — Costa Adeje, Los Cristianos, Maspalomas und Playa del Inglés — erzielen gut verwaltete Kurzzeit-Mietwohnungen Bruttorenditen von 5 bis 8 Prozent jährlich. Eine Zweizimmerwohnung in Costa Adeje, gekauft für 250 000 €, kann realistisch 15 000 bis 20 000 € netto an jährlichen Mieteinnahmen nach Verwaltungsgebühren und Ausgaben generieren.
Es ist wichtig zu beachten, dass die kanarische Regierung die Vorschriften für touristische Vermietungen (viviendas vacacionales) verschärft. Immobilien müssen registriert sein und bestimmte Standards erfüllen, und einige Gemeinden haben Beschränkungen für neue Lizenzen in gesättigten Gebieten eingeführt.
Langzeitvermietungen funktionieren ebenfalls gut, insbesondere in Las Palmas und Santa Cruz, wo die Nachfrage von Studenten, Remote-Workern und lokalen Fachleuten die Leerstandsquote niedrig hält. Die Langzeitrenditen sind typischerweise niedriger (3 bis 5 Prozent), bieten aber vorhersehbarere Einnahmen und weniger Verwaltungskopfschmerzen.
Der Reiz für digitale Nomaden
Das spanische Visum für digitale Nomaden, eingeführt im Jahr 2023, war ein Katalysator für den kanarischen Immobilienmarkt. Das Visum erlaubt es Nicht-EU-Remote-Workern, bis zu fünf Jahre in Spanien zu leben, sofern sie Einkommen von ausländischen Kunden oder Arbeitgebern erzielen. Die Kanaren — und insbesondere Las Palmas — sind weltweit zu einem der Top-Ziele für diese Demografie geworden.
Die Anziehungskraft ist klar: zuverlässiges Hochgeschwindigkeitsinternet, eine Zeitzone, die sowohl mit europäischen als auch amerikanischen Geschäftszeiten kompatibel ist (GMT/GMT+1), ein internationaler Flughafen mit Direktflügen quer durch Europa und Lebenshaltungskosten, die deutlich niedriger sind als in London, Amsterdam oder Berlin. Coworking-Spaces sind in Las Palmas, Santa Cruz und den südlichen Resortgebieten überall entstanden.
Skandinavische und deutsche Gemeinschaften
Die Kanarischen Inseln ziehen seit Jahrzehnten nordeuropäische Bewohner an, und heute beherbergen die Inseln bedeutende skandinavische und deutsche Expat-Gemeinschaften. Im Süden Teneriffas finden Sie norwegische, schwedische und finnische Gemeinschaftszentren, Kirchen und soziale Organisationen. Südliches Gran Canaria, insbesondere rund um Maspalomas und San Agustín, hat eine tief verwurzelte deutschsprachige Gemeinschaft mit eigenen Schulen, medizinischen Kliniken, Zeitungen und kulturellen Vereinen.
Für deutsche, österreichische und Schweizer Käufer sind die praktischen Vorteile beträchtlich. Man findet leicht deutschsprachige Immobilienmakler, Anwälte und Notare. Die Deutsche Schule Las Palmas (DSLPA) bietet vollständige deutsche Schulbildung. Skandinavische Käufer profitieren von bilateralen Steuerabkommen und gut etablierten Netzwerken für die Verwaltung von Gesundheitsversorgung, Renten und Aufenthaltsformalitäten.
Flugverbindungen nach Europa
Sowohl Teneriffa als auch Gran Canaria sind außergewöhnlich gut per Flugzeug angebunden. Der Flughafen Teneriffa Süd (TFS) wickelt den Großteil der internationalen Flüge ab, mit ganzjährigen Direktverbindungen nach London, Manchester, Amsterdam, Oslo, Stockholm, Helsinki, Berlin, Düsseldorf und vielen anderen europäischen Städten. Aus Deutschland: Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Hannover, Bremen, Leipzig — täglich oder mehrmals wöchentlich mit Lufthansa, Eurowings, Condor, Discover Airlines, Ryanair, easyJet. Aus Wien und Zürich ebenfalls direkt. Flugzeit aus Deutschland: 4 bis 5 Stunden. Der Flughafen Teneriffa Nord (TFN) bedient hauptsächlich Inlandsstrecken und inselübergreifende Routen.
Der Flughafen Gran Canaria (LPA) ist ebenfalls gut bedient, mit Direktverbindungen zu den meisten großen europäischen Drehkreuzen. Billigflieger wie Ryanair, easyJet, Norwegian und Eurowings sichern wettbewerbsfähige Tarife, insbesondere außerhalb der Hauptsaison. Ein einfacher Flug aus Nordeuropa zu einer der beiden Inseln kostet typischerweise zwischen 50 und 150 € bei rechtzeitiger Buchung.
Reisen zwischen den Inseln sind ebenfalls unkompliziert, mit häufigen 30-minütigen Flügen zwischen Teneriffa und Gran Canaria sowie schnellen Fährverbindungen von Fred Olsen und Naviera Armas.
Gesundheitssystem
Die Kanarischen Inseln werden vom spanischen öffentlichen Gesundheitssystem versorgt, das regelmäßig zu den besten Europas gehört. Sowohl Teneriffa als auch Gran Canaria verfügen über große, moderne öffentliche Krankenhäuser — das Hospital Universitario de Canarias auf Teneriffa und das Hospital Universitario de Gran Canaria Doctor Negrín — sowie ein Netz kleinerer Kliniken und Gesundheitszentren.
EU-Bürger mit EHIC oder S1-Formular können die öffentliche Gesundheitsversorgung zu denselben Bedingungen wie spanische Einwohner in Anspruch nehmen. Für deutsche Rentner ist die S1-Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse der gängige Weg. Nicht-EU-Käufer, die durch Immobilienkauf oder Digital-Nomad-Visum die Aufenthaltsgenehmigung erhalten, sind ebenfalls nach Anmeldung beim Sozialversicherungssystem berechtigt. Private Gesundheitsversorgung ist weit verbreitet, mit Einrichtungen wie Hospiten. Die jährlichen privaten Krankenversicherungsprämien für Expats liegen typischerweise zwischen 800 € und 2 000 €.
Wichtige Überlegungen vor dem Kauf
- NIE-Nummer: Alle ausländischen Käufer benötigen eine Número de Identidad de Extranjero, erhältlich beim örtlichen Polizeirevier oder spanischen Konsulat (Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Wien, Zürich, Bern, Genf).
- Rechtsvertretung: Bestellen Sie immer einen unabhängigen zweisprachigen Anwalt, der auf kanarische Immobilientransaktionen spezialisiert ist.
- Touristische Mietlizenzen: Überprüfen Sie die Verfügbarkeit vor dem Kauf, wenn Sie kurzfristig vermieten möchten. Die Vorschriften variieren von Gemeinde zu Gemeinde.
- Gemeinschaftsgebühren: Wohnanlagen erheben monatliche Gemeinschaftsgebühren (typischerweise 50 – 200 €), die Gemeinschaftsbereiche, Pools und Gebäudeinstandhaltung abdecken.
- Wasser und Energie: Die Kanaren sind auf Entsalzungsanlagen und importierte Energie angewiesen, daher können Versorgungskosten etwas höher sein als auf dem Festland. Die Installation von Solarpaneelen ist zunehmend beliebt und wird subventioniert.
- Wiederverkaufsmarkt: Beide Inseln haben liquide Wiederverkaufsmärkte mit starker Nachfrage internationaler Käufer.
- Steuerliche Aspekte: Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Spanien (2011), Österreich-Spanien (1966), Schweiz-Spanien (1966) verhindern Doppelbesteuerung. Erbschaftsteuer auf den Kanaren mit 99,9 % Bonifikation für Ehegatten und Direktverwandte — massiver Vorteil.
Die Kanarischen Inseln bieten eine seltene Kombination aus europäischem Rechtsschutz, ganzjährigem Sonnenschein, steuerlichen Vorteilen und echter Lebensstil-Attraktivität. Ob Sie ein Ferienhaus, eine Mietinvestition oder eine dauerhafte Umsiedlung suchen, sowohl Teneriffa als auch Gran Canaria bieten ein überzeugendes Angebot, gestützt auf reife Immobilienmärkte und gut etablierte internationale Gemeinschaften.
Häufig gestellte Fragen
Teneriffa: die größte und vielfältigste Insel?
Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln und die bei internationalen Immobilienkäufern beliebteste. Ihre Geographie wird vom Teide, Spaniens höchstem Berg mit 3 718 Metern, dominiert, der eine dramatische Trennung zwischen dem grüneren, wolkigeren Norden und dem sonnenverwöhnten Süden schafft. Diese Trennung bedeutet, dass Käufer zwischen zwei recht unterschiedlichen Lebensstilen auf einer einzigen Insel wählen können. Santa Cruz de Tenerife — die Hauptstadt der Insel, eine echte Arbeitsstadt eher als ein Touristenort. Sie bietet städtische Annehmlichkeiten — Universitäten, Krankenhäuser, Kulturstätten und ein florierendes Geschäftszentrum — zu Preisen weit unter vergleichbaren Festlandsstädten. Zwei- und Dreizimmerwohnungen in zentralen Stadtteilen: 130 000 – 220 000 €, attraktiv für Remote-Worker und Rentner.
Vergleich: Teneriffa vs. Gran Canaria?
Bevölkerung: ~930 000 vs. ~850 000. Hauptstadt: Santa Cruz de Tenerife vs. Las Palmas. Durchschn. Wohnungspreis im Resort: 180 000 – 300 000 € vs. 150 000 – 250 000 €. Durchschn. Villenpreis: 300 000 – 800 000 € vs. 250 000 – 700 000 €. Touristische Mietrendite: 6 – 8 % vs. 5 – 7 %. Flughäfen: TFS und TFN vs. LPA. Klima Südküste: 22 – 28 °C vs. 20 – 27 °C ganzjährig. Auslandsgemeinden: Briten, Skandinavier, Belgier vs. Deutsche, Skandinavier, Niederländer. Digitale Nomaden: wachsend vs. gut etabliert. Nachtleben: gut in Südresorts vs. hervorragend in Las Palmas. Natur: Teide und Anaga vs. Roque Nublo und Dünen.
Der IGIC-Steuervorteil?
Einer der bedeutendsten finanziellen Vorteile des Kaufs auf den Kanaren ist das IGIC-System. Während das spanische Festland die Mehrwertsteuer von 21 % auf Neubaukäufe und die meisten Dienstleistungen anwendet, erheben die Kanaren die IGIC mit nur 7 %. Bei einer Neubauwohnung im Wert von 250 000 € zahlt ein Käufer auf den Kanaren 17 500 € indirekte Steuer gegenüber 52 500 € auf dem Festland — eine Ersparnis von 35 000 €. Der Vorteil erstreckt sich auf Renovierungen, Rechtsdienstleistungen und viele Alltagsausgaben. Kombiniert mit generell niedrigeren Preisen für Lebensmittel (aufgrund reduzierter Importzölle im ZEC-Rahmen) sind die Lebenshaltungskosten auf den Kanaren spürbar niedriger als an vergleichbaren Standorten auf dem Festland.
Der Reiz für digitale Nomaden?
Das spanische Visum für digitale Nomaden, eingeführt 2023, war ein Katalysator für den kanarischen Immobilienmarkt. Es erlaubt Nicht-EU-Remote-Workern, bis zu 5 Jahre in Spanien zu leben, sofern sie Einkommen von ausländischen Kunden oder Arbeitgebern beziehen. Die Kanaren — und insbesondere Las Palmas — sind weltweit zu einem Top-Ziel geworden. Zuverlässiges Hochgeschwindigkeitsinternet, Zeitzone kompatibel mit Europa und Amerika (GMT/GMT+1), internationaler Flughafen mit Direktflügen quer durch Europa, Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als London, Amsterdam oder Berlin. Coworking-Spaces sind in Las Palmas, Santa Cruz und Südresorts überall entstanden. Voraussetzung für deutschsprachige Antragsteller: nachweisbares Einkommen von ca. 2 400 €/Monat aus Remote-Tätigkeit für nicht-spanische Unternehmen.
Flugverbindungen nach Europa?
Teneriffa und Gran Canaria sind außergewöhnlich gut angebunden. Teneriffa Süd (TFS) wickelt den Großteil der internationalen Flüge ab mit ganzjährigen Direktverbindungen nach London, Manchester, Amsterdam, Oslo, Stockholm, Helsinki, Berlin, Düsseldorf und vielen anderen. Aus Deutschland: Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart — täglich oder mehrmals wöchentlich mit Lufthansa, Eurowings, Condor, Ryanair, easyJet. Aus Österreich und der Schweiz ebenfalls direkt. Flugzeit 4–5 Stunden. Teneriffa Nord (TFN) bedient hauptsächlich Inlandsstrecken. Gran Canaria (LPA) ist ebenso gut bedient. Billigflieger Ryanair, easyJet, Norwegian, Eurowings sichern wettbewerbsfähige Tarife: 50 – 150 € einfach bei rechtzeitiger Buchung.
Warum Granfield Estate?
-
⚑
Büro an der Küste — wir leben hier
Unser Büro befindet sich in La Mata, Torrevieja. Wir kennen jedes Viertel, jede Straße und die realen Preise — nicht aus dem Katalog, sondern aus der täglichen Arbeit.
-
⚖
Eigener Anwalt — über 10 Jahre Erfahrung
NIE, Bankkonto, Immobilienprüfung, Vertrag, Notar — juristische Begleitung bei jedem Schritt. Erstberatung kostenlos.
-
🏠
Immobilienverwaltung
Kaufen Sie zur Vermietung? Unsere Verwaltungsgesellschaft kümmert sich um Mietersuche, Wartung und alle Fragen.
-
🌐
Wir sprechen Ihre Sprache
Englisch, Spanisch, Russisch, Deutsch, Finnisch, Schwedisch und mehr. Lizenz RAICV 1663, Mitglied von Asivega.
Granfield Estate · Av. Bélgica 1, C.C. Parquemar, La Mata, 03188 Torrevieja · +34 865 44 33 33