Die 10 besten Strände der Costa Blanca (und Immobilien in der Nähe)
Warum die Costa Blanca die besten Strände Spaniens hat
Die Costa Blanca — die „Weiße Küste" — erstreckt sich über 200 Kilometer von Denia im Norden bis Pilar de la Horadada im Süden. Sie sammelt mehr Blaue Flaggen als fast jeder andere Küstenabschnitt Spaniens. Der Name geht auf das weiße Licht zurück, das von den Kalksteinklippen reflektiert wird, könnte aber genauso gut den hellen Sand beschreiben, der Dutzende ihrer Strände säumt.
Für Immobilienkäufer sind Strände nicht nur Lebensgefühl — sie sind Wert. Eine Wohnung im Umkreis von 500 Metern zu einem hochwertigen Strand kostet 20–40 % mehr als eine identische Immobilie einen Kilometer landeinwärts. Strandnähe ist der stärkste Preistreiber auf der Costa Blanca, noch vor Aussicht, Pool oder Baujahr.
Hier die 10 besten Strände der Costa Blanca, was jeden auszeichnet, und was Immobilien in fußläufiger Entfernung kosten.
1. Playa de San Juan, Alicante
Blaue Flagge: Ja. Länge: 6,2 km. Andrang: Mäßig — verteilt sich gut wegen der Länge. Sandart: Feiner Goldsand.
Playa de San Juan ist die Grande Dame der Costa-Blanca-Strände. Fast sieben Kilometer feiner Goldsand entlang einer palmengesäumten Promenade — er reicht vom nördlichen Rand Alicantes bis in den Vorort Campello. Mit bis zu 60 Metern Breite an vielen Stellen wirkt der Strand selbst im August nie überfüllt. Rettungsschwimmer sind ganzjährig im Einsatz. Die Promenade bietet Restaurants, Chiringuitos (Strandbars), Duschen und barrierefreie Rampen alle 200 Meter.
Die Straßenbahn fährt die gesamte Strandlinie entlang und verbindet direkt mit der Innenstadt Alicantes in 20 Minuten und dem Flughafen in 35. Diese Kombination — Stadtstrand mit echter Nahverkehrsanbindung — ist in Spanien selten.
Immobilien in der Nähe: San Juan wird von mittelhohen Wohnhäusern aus den 1980er bis 2000er Jahren gesäumt. Zwei-Zimmer-Wohnungen in erster Reihe mit Meerblick starten bei 180.000–250.000 €. Zweite Reihe (eine Straße zurück) fällt auf 140.000–190.000 €. Neubauprojekte im Playa-de-San-Juan-Bereich liegen bei 220.000–350.000 € für 2–3 Schlafzimmer. Das Alicante-Ende ist günstiger, das Campello-Ende ruhiger und etwas teurer.
2. Playa de La Mata, Torrevieja
Blaue Flagge: Ja. Länge: 2,1 km. Andrang: Mäßig bis stark im Sommer. Sandart: Feiner Goldsand.
La Mata ist der nördliche Strand Torreviejas, von der Stadt durch den rosa Salzsee getrennt, der Torrevieja in den sozialen Medien berühmt gemacht hat. Der Strand selbst ist eine großzügige Sichel aus Goldsand hinter niedrigen Dünen und einer langen Promenade. Das Besondere an La Mata ist die Verbindung von Strandqualität mit Torreviejas extrem erschwinglichem Immobilienmarkt.
Das Wasser bleibt 30–40 Meter weit flach — ideal für Familien mit kleinen Kindern. Ausstattung: Rettungsschwimmer (Juni–September), Duschen, Fußwaschstationen und mehrere Chiringuitos. Der Naturpark der Salzlagune liegt direkt hinter dem Strand und bietet Wege mit Flamingo-Sichtungen.
Immobilien in der Nähe: La Mata ist einer der erschwinglichsten Strandstandorte am gesamten spanischen Mittelmeer. Zwei-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 300 Metern starten bei 75.000–110.000 €. Renovierte oder neuere Immobilien mit Meerblick: 120.000–170.000 €. Penthäuser in erster Reihe mit Terrasse über dem Strand: 150.000–220.000 €. Das ist etwa halb so viel wie für vergleichbare Strandnähe in Javea oder Moraira.
3. Cala Granadella, Javea (Xabia)
Blaue Flagge: Ja. Länge: 160 m. Andrang: Sehr hoch im Juli–August; ruhig außerhalb der Saison. Sandart: Kies und Geröll.
Granadella wird von spanischen Medien regelmäßig zum schönsten Strand Spaniens gewählt — und die Auszeichnung ist verdient. Diese kleine Bucht liegt am Grund eines steilen, bewaldeten Tals südlich von Javea. Das Wasser hat einen fast karibischen Türkiston, abgeschirmt durch hohe Klippen, die mit Aleppo-Kiefern bewachsen sind. Die Sicht ist außergewöhnlich — der Meeresgrund ist 10 Meter tief erkennbar.
Der Strand besteht aus Kies, nicht aus Sand, und ist winzig — etwa 160 Meter. Im Juli und August extrem voll; die einspurige Zufahrtsstraße wird gesperrt, sobald der kleine Parkplatz voll ist. Im Juni oder September dasselbe kristallklare Wasser, aber einen Bruchteil der Besucher. Ein einziges Restaurant (Restaurante Granadella) serviert exzellente Reisgerichte direkt am Strand.
Immobilien in der Nähe: Granadella liegt in Javeas Premium-Zone. Direkt an der Bucht gibt es keine Wohnungen — die umliegende Fläche steht unter Schutz. Die nächsten Immobilien sind Villen in den Hügeln darüber, meist 1–3 km vom Strand entfernt. Villen mit Meerblick im Granadella-Gebiet starten bei 450.000 € für ältere, sanierungsbedürftige Objekte und reichen bis 1.500.000 € und mehr für moderne Neubauten mit Infinity-Pool. Javea ist eine der teuersten Gemeinden der Costa Blanca und zieht wohlhabende nordeuropäische Käufer an — Briten, Niederländer und Deutsche. Für deutsche Käufer: Die spanische Grunderwerbsteuer (ITP) auf gebrauchte Immobilien beträgt in der Valencianischen Gemeinschaft 10 % — vergleichbar mit der hohen Grunderwerbsteuer in NRW oder Schleswig-Holstein.
4. Playa del Arenal, Javea (Xabia)
Blaue Flagge: Ja. Länge: 480 m. Andrang: Stark im Sommer; angenehm in der Nebensaison. Sandart: Feiner Goldsand (importierter Sand erhält den Strand).
Der Arenal ist Javeas Hauptstadtstrand — eine 500 Meter lange Sichel aus Goldsand in einer geschützten Bucht unterhalb des Berges Montgo. Im Gegensatz zu Granadella ein voll urbaner Strand mit Promenade, Restaurants, Eisdielen und lebhafter Atmosphäre. Das Wasser ist ruhig und flach, der Strand wird in der Saison täglich gereinigt.
Die Promenade hinter dem Arenal ist einer der besten Orte zur Menschenbeobachtung an der Costa Blanca. Restaurants reichen von zwanglosen Tapas bis zu gehobener Fischküche. Der Mittwochsmarkt im Hafen von Javea, 10 Gehminuten entfernt, ist einer der größten der Region.
Immobilien in der Nähe: Die Arenal-Zone ist Javeas begehrtestes Gebiet für Wohnungskäufer. Zwei-Zimmer-Wohnungen in erster Reihe: 250.000–400.000 €. Zweite Reihe: 190.000–280.000 €. Penthäuser mit Arenal-Blick erreichen 500.000 € und mehr. Neubauten sind selten — das Gebiet ist weitgehend bebaut — der Wiederverkauf dominiert. Fußläufige Erreichbarkeit zum Arenal bringt einen erheblichen Aufpreis gegenüber Hafen oder Altstadt von Javea.
5. El Portet, Moraira
Blaue Flagge: Ja. Länge: 350 m. Andrang: Mäßig — geringeres Touristenaufkommen als in Javea. Sandart: Feinsand-Kies-Mischung.
El Portet ist eine geschützte Bucht am östlichen Rand von Moraira, einer der exklusivsten Kleinstädte der Costa Blanca. Der Strand bildet einen fast perfekten Halbkreis, von drei Seiten wellengeschützt. Das Wasser ist transparent und flach, eine Reihe kleiner Fischerboote sorgt für Charakter. Hinter dem Strand servieren einige Restaurants frischen Fisch und Paella praktisch mit den Füßen im Sand.
Moraira hat keine Hochhäuser — ein strenger Bebauungsplan begrenzt die Bauweise auf niedrige Gebäude. Das hält die Stadt ruhig und gehoben, bedeutet aber auch begrenztes Angebot und höhere Preise als der Costa-Blanca-Durchschnitt.
Immobilien in der Nähe: Moraira ist Premium-Territorium. Zwei-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 500 Metern um El Portet: 220.000–300.000 €. Villen in den umliegenden Hügeln — viele mit Privatpool und Meerblick — 400.000–900.000 €. Die Stadt zieht Rentner und Zweitwohnungskäufer aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Skandinavien an. Ruhig, sicher und schön, aber Nachtleben und Winterbetrieb minimal. Wichtig: Der spanische notario übernimmt eine andere Rolle als der deutsche Notar — er beurkundet die Transaktion, prüft aber den Kaufvertrag nicht inhaltlich. Diese Prüfung übernimmt der abogado (Anwalt).
6. Playa de Poniente, Benidorm
Blaue Flagge: Ja. Länge: 3,1 km. Andrang: Stark — aber hervorragende Ausstattung bewältigt das Volumen. Sandart: Feiner Goldsand.
Benidorm spaltet die Meinungen, aber seine Strände sind objektiv hervorragend. Poniente ist der westliche Strand — drei Kilometer Goldsand, etwas weniger berühmt (und weniger überlaufen) als der Levante-Strand auf der anderen Seite. Der Sand ist fein und golden, das Wasser sauber, und der Strand wird auf einem Niveau gepflegt, das wenige europäische Resorts erreichen: Rettungsschwimmer, barrierefreie Badestühle, Erste Hilfe, Duschen alle 50 Meter und Chiringuitos in regelmäßigen Abständen.
Interessant für Immobilienkäufer ist der Kontrast zwischen Strandqualität und Preisen. Benidorms Ruf als Massentourismusziel hält die Preise unter dem, was man in Javea oder Moraira für ähnliche Strandnähe zahlt. Das westliche Ende von Poniente, nahe der Altstadt und des Aussichtspunkts, ist der angenehmste Abschnitt.
Immobilien in der Nähe: Wohnungen im Umkreis von 300 Metern zum Poniente-Strand sind bemerkenswert erschwinglich. Ältere Zwei-Zimmer-Wohnungen in Hochhäusern: 110.000–160.000 €. Renovierte Immobilien: 150.000–220.000 €. Moderne Neubauten in Strandnähe: 200.000–320.000 € für 2–3 Schlafzimmer. Benidorm bietet auch hervorragende Mietrenditen — 6–8 % brutto — dank ganzjährigem Tourismus, einschließlich starker Wintersaison aus Nordeuropa.
7. Cala Cabo Roig, Orihuela Costa
Blaue Flagge: Ja (Abschnitt Cala Capitan). Länge: 400 m über mehrere kleine Buchten. Andrang: Mäßig. Sandart: Feiner Goldsand.
Cabo Roig ist eine Abfolge kleiner Buchten und ein kiefernbestandener Klippenwanderweg im Süden der Costa Blanca. Der Hauptstrand (Cala Capitan) ist eine geschützte Sichel aus Goldsand zwischen niedrigen Felsvorsprüngen. Das Wasser ist ruhig und klar. Oberhalb des Strandes sorgt der Cabo-Roig-Strip — eine mit Restaurants und Bars gesäumte Promenade — für das Sozialleben.
Dieses Gebiet ist das Herz der Expat-Gemeinde an der Orihuela Costa. Der Samstagsmarkt ist gewaltig, die Restaurants bedienen internationalen Geschmack, und Englisch, skandinavische Sprachen und Niederländisch hört man so oft wie Spanisch. Für Käufer, die eine fertige Community mit Strandzugang wollen, ist Cabo Roig schwer zu schlagen. Die deutsche Community ist in Orihuela Costa eine der größten an der gesamten Costa Blanca.
Immobilien in der Nähe: Cabo Roig und das umliegende Orihuela-Costa-Gebiet bieten eines der besten Strand-Wert-Verhältnisse am Mittelmeer. Zwei-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 500 Metern: 85.000–130.000 €. Reihenhäuser mit Gemeinschaftspool: 120.000–200.000 €. Villen mit Privatpool im Umkreis von 1 km zur Küste: 200.000–400.000 €. Mietrenditen 5–7 % brutto, und Top-Golfplätze (Villamartin, Las Ramblas, Campoamor) in wenigen Minuten erreichbar.
8. Playa de Guardamar, Guardamar del Segura
Blaue Flagge: Ja. Länge: 5+ km Gesamtstrände. Andrang: Niedrig bis mäßig — erstaunlich ruhig für diese Qualität. Sandart: Feiner Goldsand.
Guardamar ist der Geheimtipp der Costa Blanca. Über fünf Kilometer Goldsand hinter einem Wald aus Kiefern und Eukalyptusdünen — im 19. Jahrhundert gepflanzt, um die Stadt vor dem Sand zu schützen. Die Wirkung ist außergewöhnlich: Man wandert durch schattige Waldpfade und tritt auf einen breiten, sauberen Strand, der sich in beide Richtungen weiter erstreckt, als man sehen kann.
Trotz der Strandqualität wird Guardamar nie so überfüllt wie Benidorm oder Torrevieja. Die Stadt ist niedrig bebaut, wohngeprägt und spanisch dominiert (mit wachsender nordeuropäischer Community). Das Dünenökosystem hinter dem Strand ist geschütztes Naturgebiet mit Wander- und Radwegen. Der Mittwochsmarkt in Guardamar zählt zu den besten der Region.
Immobilien in der Nähe: Guardamar bietet exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwei-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 500 Metern: 85.000–120.000 €. Immobilien an den Dünen — mit Waldblick und Strandzugang über Wege — besonders attraktiv: 100.000–160.000 €. Neuere Anlagen mit Gemeinschaftspool: 140.000–200.000 €. Guardamar wird zunehmend beliebt bei skandinavischen und niederländischen Käufern. Wichtig: Seit 2024 ist Kurzzeit-Tourismusvermietung in Guardamar vollständig untersagt — nur Mittel- und Langzeitvermietung erlaubt.
9. Insel Tabarca, vor Santa Pola
Blaue Flagge: Nein (Inselstrände werden nicht klassifiziert). Länge: Mehrere kleine Strände und Felsbuchten. Andrang: Tagesausflügler im Sommer; leer außerhalb der Saison. Sandart: Kies und Sand gemischt.
Tabarca ist technisch gesehen kein Strandziel — es ist eine Insel, die einzige bewohnte Insel der Region Valencia, mit einer 25-minütigen Fähre von Santa Pola erreichbar. Aber ihre Gewässer sind die besten der gesamten Costa Blanca: seit 1986 Meeresreservat, das Schnorcheln ist außergewöhnlich — Posidonia-Wiesen, Zackenbarsche, Oktopusse und Barrakudas in glasklarem Wasser.
Die Insel selbst ist winzig — 1.800 Meter lang und 400 Meter breit — mit einem ummauerten historischen Dorf, ein paar Restaurants, die für Caldero (lokales Fisch-Reis-Eintopfgericht) bekannt sind, und einem Leuchtturm. Im Sommer ist sie von Tagesgästen überlaufen. Außerhalb der Saison eindrucksvoll leer. Auf Tabarca kann man keine Immobilie kaufen — weniger als 60 ständige Bewohner und kein Immobilienmarkt.
Immobilien in der Nähe (Santa Pola): Ausgangspunkt für Tabarca ist Santa Pola, ein echter spanischer Fischerort mit guten eigenen Stränden. Zwei-Zimmer-Wohnungen in Santa Pola: 90.000–140.000 €. Erste-Reihe-Objekte mit Hafen- oder Strandblick: 150.000–230.000 €. Santa Pola hat starken lokalen Charakter und ist weniger vom ausländischen Tourismus abhängig als viele andere Orte der Costa Blanca. Die Salzseen zwischen Santa Pola und Elche beherbergen Flamingos und sind ausgewiesenes Naturschutzgebiet.
10. Playa Cantal Roig, Calpe
Blaue Flagge: Ja. Länge: 200 m. Andrang: Mäßig bis stark. Sandart: Feiner Goldsand und Kies.
Cantal Roig ist ein kleiner Strand am Fuß des Penon de Ifach — des 332 Meter hohen Kalksteinfelsens, der das prägende Wahrzeichen der Costa Blanca ist. Der Strand liegt an der geschützten Seite des Felsens, was ihm ruhiges Wasser und eine dramatische Kulisse beschert, die kein anderer Costa-Blanca-Strand bieten kann. Vom Sand aus blickt man auf steile Klippen, in denen Wanderfalken nisten.
Der Strand ist klein und füllt sich rasch, aber im benachbarten Hafen gibt es Restaurants mit Fisch, der am Morgen noch im Meer schwamm. Calpe hat zwei größere Strände — Arenal-Bol (2 km) und La Fossa — aber Cantal Roig ist der fotogenste und bietet die besten Schwimmbedingungen.
Immobilien in der Nähe: Calpe ist ein Mittelklasse-Markt. Zwei-Zimmer-Wohnungen im Umkreis von 500 Metern zur Altstadt und zum Strand Cantal Roig: 130.000–190.000 €. Immobilien mit Penon-Blick haben einen Aufpreis — rechnen Sie mit 180.000–280.000 € für eine 2-Zimmer-Wohnung mit freiem Blick auf den Felsen. Erste-Reihe-Wohnungen am größeren Arenal-Bol: 200.000–350.000 €. Calpe zieht eine gemischte europäische Community an, mit besonders starker russischer und skandinavischer Präsenz.
Strandimmobilien: Was den Wert ausmacht
An der gesamten Costa Blanca ist das Muster konsistent:
- Erste Reihe (unter 100 m vom Sand): 30–50 % Aufpreis gegenüber vergleichbaren Inland-Immobilien. Begrenztes Angebot — der Großteil der ersten Reihe wurde vor Jahrzehnten gebaut.
- Fußläufig (100–500 m): 15–25 % Aufpreis. Der Sweet Spot — Strandzugang ohne Lärm und Salzbelastung der ersten Reihe.
- Gut erreichbar (500 m–1 km): 5–10 % Aufpreis. Wird noch als „strandnah" vermarktet, im Alltag aber spürbar unbequemer.
- Über 1 km: Kein nennenswerter Strandaufschlag mehr. Preis durch andere Faktoren bestimmt (Aussicht, Pool, Zustand).
Für Investitionen liefert das Band 100–500 Meter meist die beste Kombination aus Mietnachfrage, Wertsteigerung und Wohnqualität. Touristen wollen in unter 10 Minuten zu Fuß am Strand sein — und zahlen für Übernachtungen, die das ermöglichen, einen Aufpreis.
Schneller Vergleich
| Strand | Blaue Flagge | Am besten für | 2-Zi.-Wohnung ab |
|---|---|---|---|
| Playa de San Juan | Ja | Urbanes Strandleben, Verkehrsanbindung | 140.000 € |
| La Mata, Torrevieja | Ja | Günstig am Strand, Familien | 75.000 € |
| Granadella, Javea | Ja | Schnorcheln, dramatische Landschaft | 450.000 € (Villen) |
| Arenal, Javea | Ja | Stadtstrand, Restaurants, Atmosphäre | 190.000 € |
| El Portet, Moraira | Ja | Exklusiv, ruhiges Wasser, gehobene Küche | 220.000 € |
| Poniente, Benidorm | Ja | Infrastruktur, ganzjährig, Mietrendite | 110.000 € |
| Cabo Roig | Ja | Expat-Community, Wert, Golf in der Nähe | 85.000 € |
| Guardamar-Dünen | Ja | Natur, Raum, familienfreundliche Ruhe | 85.000 € |
| Insel Tabarca | k.A. | Schnorcheln, Meeresreservat, Tagestrips | 90.000 € (Santa Pola) |
| Cantal Roig, Calpe | Ja | Dramatische Kulisse, Altstadtcharme | 130.000 € |
Praktische Tipps
- Besuchen Sie Strände außerhalb der Saison vor dem Kauf. Ein Strand, der im Oktober paradiesisch ist, kann im August eine Sardinenbüchse sein. Gehen Sie den Weg von der Immobilie zum Sand — eben? Schattig? Nachts sicher?
- Prüfen Sie die Winterbedingungen. Manche Strände verlieren in Winterstürmen Sand und werden erst im Mai aufgefüllt. Guardamar und San Juan sind stabil; kleinere Buchten können kahl werden.
- Der Blaue-Flagge-Status kann sich ändern. Strände werden jährlich neu bewertet. Konsultieren Sie die aktuellen FEE-Listen (Foundation for Environmental Education), nicht den Reiseführer vom Vorjahr.
- Strandbars schließen im Winter. Wenn Ihnen Chiringuito-Kultur wichtig ist, prüfen Sie, welche ganzjährig öffnen. Benidorm und Alicante sind im Winter am lebendigsten.
- Erste-Reihe-Immobilien leiden unter Salzkorrosion. Kalkulieren Sie zusätzliche 500–1.000 €/Jahr für Wartung von Balkongeländern, Rolläden und Klimaanlagen innerhalb 100 Metern zum Meer.
Häufig gestellte Fragen
1. Playa de San Juan, Alicante?
Blaue Flagge: Ja. Länge: 6,2 km. Andrang: Mäßig — verteilt sich gut wegen der Länge. Sandart: Feiner Goldsand. Playa de San Juan ist die Grande Dame der Costa-Blanca-Strände. Fast sieben Kilometer feiner Goldsand entlang einer palmengesäumten Promenade, sie reicht vom nördlichen Rand Alicantes bis in den Vorort Campello. Mit bis zu 60 Metern Breite an vielen Stellen wirkt der Strand selbst im August nie überfüllt. Rettungsschwimmer sind ganzjährig im Einsatz. Die Promenade bietet Restaurants, Chiringuitos, Duschen und barrierefreie Rampen alle 200 Meter.
3. Cala Granadella, Javea (Xabia)?
Blaue Flagge: Ja. Länge: 160 m. Andrang: Sehr hoch im Juli–August; ruhig außerhalb der Saison. Sandart: Kies und Geröll. Granadella wird von spanischen Medien regelmäßig zum schönsten Strand Spaniens gewählt. Diese kleine Bucht liegt am Grund eines steilen, bewaldeten Tals südlich von Javea. Das Wasser hat einen fast karibischen Türkiston, abgeschirmt durch hohe Klippen, die mit Aleppo-Kiefern bewachsen sind. Außergewöhnliche Sicht — der Meeresgrund ist 10 Meter tief erkennbar.
5. El Portet, Moraira?
Blaue Flagge: Ja. Länge: 350 m. Andrang: Mäßig — geringer als in Javea. Sandart: Feinsand-Kies-Mischung. El Portet ist eine geschützte Bucht am östlichen Rand von Moraira, einer der exklusivsten Kleinstädte der Costa Blanca. Der Strand bildet einen fast perfekten Halbkreis, von drei Seiten wellengeschützt. Wasser transparent und flach, kleine Fischerboote sorgen für Charakter. Hinter dem Strand servieren einige Restaurants frischen Fisch und Paella praktisch mit den Füßen im Sand.
7. Cala Cabo Roig, Orihuela Costa?
Blaue Flagge: Ja (Abschnitt Cala Capitan). Länge: 400 m über mehrere kleine Buchten. Andrang: Mäßig. Sandart: Feiner Goldsand. Cabo Roig ist eine Abfolge kleiner Buchten und ein kiefernbestandener Klippenwanderweg im Süden der Costa Blanca. Der Hauptstrand (Cala Capitan) ist eine geschützte Sichel aus Goldsand zwischen niedrigen Felsvorsprüngen. Wasser ruhig und klar. Oberhalb sorgt der Cabo-Roig-Strip — eine mit Restaurants und Bars gesäumte Promenade — für das Sozialleben.
9. Insel Tabarca, vor Santa Pola?
Blaue Flagge: Nein (Inselstrände werden nicht klassifiziert). Länge: Mehrere kleine Strände und Felsbuchten. Andrang: Tagesausflügler im Sommer; leer außerhalb der Saison. Sandart: Kies und Sand gemischt. Tabarca ist technisch gesehen kein Strandziel — es ist eine Insel, die einzige bewohnte Insel der Region Valencia, mit einer 25-minütigen Fähre von Santa Pola erreichbar. Aber ihre Gewässer sind die besten der gesamten Costa Blanca: seit 1986 Meeresreservat, das Schnorcheln ist außergewöhnlich — Posidonia-Wiesen, Zackenbarsche, Oktopusse und Barrakudas in glasklarem Wasser.
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